Projekte:
Territorien des Selbst

Man muss sich beeilen, wenn man etwas sehen will, alles verschwindet… (Paul Cezanne)

Für jeden gibt es Orte, die eine besondere Bedeutung haben. Plätze, die eng verbunden sind mit dem eigenen Sein und Selbst- verständnis, die Identität sind, Heimat oder Erinnerung, Bühnen, Orte der Ruhe oder Quelle der Inspiration, vertraute Räume, an denen man sich beheimatet fühlt.

Kinder suchen sich Verstecke und haben Lieblingsplätze. Orte, die freiwillige Rückzüge aus der Welt ermöglichen. Seien es Dachböden, Höhlen, Hinterhöfe oder ein versteckter Platz hinter einem Gebüsch, in einem Bootswrack, oder in gebauten Holz- verschlägen. Es sind Orte mit eigenen Gesetzmäßigkeiten, die Intimität und Pri- vatsphäre zulassen, frei von Normen und Erwartungen anderer.

Irgendwann nimmt jeder seinen Platz ein in der Welt und die Lieblingsorte und Geheim- verstecke werden zu Erinnerungen der Kind- heit. Dennoch wünschen wir uns manchmal an diese Orte zurück: Je öffentlicher das eigene Leben ist, je mehr man sich in der Fremde bewegt, je weniger Raum die An- forderungen des Alltags ermöglichen für innere Rückzüge.

In der Arbeit „Territorien des Selbst“ werden Menschen an Lieblingsorten oder Ge- heimverstecken aus ihrer Kindheit portrai- tieren, die über ihren Beruf oft im Mittelpunkt des öffentlichen Interesses stehen. Begleitet wird jedes Portrait von einem kurzen Text, in dem die Portrai- tierten etwas über diesen Ort und dessen ehemaliger besonderer Bedeutung für sie selbst erzählen.

So erzählen die Fotografien von einem „alten Geheimnis“ und darüber hinaus auch von dem inneren, sakralen Raum, den jeder in sich trägt.

Territorien-des-Selbst_Klagenfurt.pdf
Territorien-des-Selbst_Kochi_Indien.pdf


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